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Allianz Arena

Allianz Arena beteiligt sich an der Aktion „Umweltpakt Bayern“

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Die Allianz Arena spielt schon seit Beginn der Planungen, während der Bauzeit und insbesondere im laufenden Betrieb seit der Eröffnung, im Klima- und Umweltschutz eine Art Vorreiterrolle. Schließlich sind sich die Verantwortlichen der München Stadion GmbH absolut bewusst, dass der Betrieb einer Arena, die mindestens jedes Wochenende mehrere zehntausend Fans beherbergt und auch unter der Woche als Location für die verschiedensten Events dient, eine erhebliche Belastung für die Umwelt darstellen kann.

Schon im vergangenen Jahr erhielt die Allianz Arena die europäische EMAS-Zertifzierung, das weltweit strengste Zertifizierungsverfahren, dem sich die Arena auf freiwilliger Basis unterzog. Diese höchste Auszeichnung im Umweltschutz überreichte der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf den Verantwortlichen der Allianz Arena im vergangenen Jahr und auch heuer hat die Arena wieder daran teilgenommen.

Deshalb ist es auch nur konsequent, wenn sich das modernste Stadion Europas auch am „Umweltpakt Bayern“, einer Aktion des bayerischen Staatsministeriums, beteiligt. Hier zeigen Firmen und Unternehmen in Bayern auf freiwilliger Basis, was Umweltschutz für sie bedeutet und was sie dafür tun. Untenstehender Link des Umweltpaktes listet alle diese Teilnehmer auf, die freiwillig etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun.

Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft. Er beruht auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation. Die Bayerische Staatsregierung und die Bayerische Wirtschaft erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen.

Im Vordergrund des Umweltpaktes Bayern steht die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen, die Verbesserung der Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung sowie die Entlastung der Betriebe von zuviel Bürokratie. Hierzu sind in der Vereinbarung „Umweltverträgliches Wirtschaftswachstum“, die am 25. Oktober 2005 im Kaisersaal der Residenz München unterzeichnet wurde, zahlreiche Projekte zwischen Bayerischer Staatsregierung und Bayerischer Wirtschaft vereinbart worden. Erklärtes zentrales Ziel ist es, den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.

In eben jenem Bereich engagiert sich die Allianz Arena nun seit Jahren und hat einige nützliche Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz entwickelt. So kann mit Energiesparlampen, Bewegungsmelder in Treppenhäusern und Spielerbereich, bedarfsgerechter Steuerung der Raumluftanlage über CO2-Sensoren der Stromverbrauch während spielfreier Tage um 50 Prozent, an Spieltagen um 25 Prozent reduziert werden. Die Menge an Strom soll zudem jährlich um etwa 5% gesenkt werden.

Schon diese Einsparung entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 100 Vier-Personen-Haushalten. Bereits beim Bau der neuen Fußballarena in München wurden maßgebliche Anstrengungen zum Schutz der Umwelt unternommen. Beispiele sind der vollständige Verzicht auf Tiefbauwerke zum Schutz des Grundwassers, die Gewährleistung einer vollständigen Versickerung des anfallenden Regenwassers, die Errichtung aller oberirdischen Parkplätze in wasserdurchlässiger Bauweise und der Verzicht auf Tropenholz beim Innenausbau.

Die EMAS-Zertifizierung wurde in sensationell kurzer Zeit von vier Monaten durchgeführt. Ein Umweltmanagementsystem, wie EMAS gewährleistet eine umweltgerechte Betriebsführung, gute Managementpraktiken und eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. „Die Allianz Arena ist mit ihren systematischen und konsequenten Umweltmaßnahmen Vorbild für andere Stadien. Mit EMAS lässt sich Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen“, betonte der Minister.

Beispiele für umgesetzte Maßnahmen aus der Bauphase:
Das Stadion ist mit zwei Stromversorgungsnetzen vernetzt. Dadurch konnte auf ein Notstromaggregat (Diesel) verzichtet werden, das sonst bei den Veranstaltungen laufen müsste. Es wurde beim Bau vollständig auf Tiefbauwerke verzichtet, um keine Unterkellerung zu haben und damit die Grundwasserströme so gering wie möglich zu beeinflussen.


Beispiele für Maßnahmen seit Inbetriebnahme:
Durch das verbesserte Energiemanagement wurde der Strombedarf an spielfreien Tagen von ursprünglich 40.000 auf nun ca. 20.000 kWh Strom pro Tag reduziert. An Spieltagen wurde der Verbrauch von Strom von ca. 80.000 kWh auf ca. 55.000 KWh – 63.000 KWh reduziert.

Strom: Einsatz von Energiesparlampen, Anbringen von Bewegungsmeldern in Treppenhäusern und im Spielerbereich, eine kürzere, d.h. bedarfsgerechte Beleuchtungsdauer der Parkhäuser, Einzelsteuerung von Logen (allgemein üblich ist in den anderen WM-Stadien die Gruppensteuerung).

Luft: Wichtige Bereiche der Raumluftanlage werden über CO2-Sonden gesteuert, d.h. Frischluft wird entsprechend der Luftqualität, also nur nach Bedarf zugeführt.

Wasser: Die Spülzeiten wurden seit Eröffnung auf ca. 15 Sekunden reduziert.

 

Weitere Informationen:

Umweltpakt Bayern

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